Synchronicity

Deutschland im Herbst 2019

China im Herbst 2019

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Wie die SPD-Bildungspolitik direktemang zum Verschissmuss führte – oder: Die SPD ist kein Verschissmuss-Opfer, sondern Täter, denn sie hat die Bildungspolitik verschissen – oder: Haben Rechtschreib-Nazis doch Recht? – oder: Ist Volksetymologie eigentlich völkisch?

Der bildungsnahe Teil Deutschlands rätselt, wie es soweit kommen konnte, dass eine professionelle Druckerei das Wort Faschismus auf einer Trauerschleife, die die SPD zum Volkstrauertag bestellt hatte, auf so peinliche Weise falsch schrieb:

Den Opfern von Krieg und Verschissmuss

Dabei ist die Antwort ganz einfach: Obwohl die SPD sich hier als Verschissmuss-Opfer inszeniert, ist sie selber schuld an der Bildungskatastrophe. Denn SPD-Politiker und SPD-nahe Funktionsträger betreiben seit Jahrzehnten ein Niveaulimbo bei den Grundkompetenzen der Schulbildung: Lesen, Schreiben, Rechnen. Während die SPD einst die Bildungsreform einleitete, um Bildung für alle zu ermöglichen und Arbeiterkinder zu den ersten Akademikern in der Familie zu machen, wurden die Grundanforderungen immer weiter gesenkt. Nach SPD-Ideologie verdienen nämlich auch die schlechten Schüler aus bildungsfernen Familien gute Noten, da ihr Versagen immer nur Folge einer Benachteiligung sein kann, nicht von mangelnder Begabung oder charakterlich bedingter Faulheit. Weshalb man ihnen auch nicht zumuten kann, sich für dieselbe Note wie ein guter Schüler mit Akademikereltern mehr anstrengen zu müssen oder durch Zwangsmaßnahmen zum Lernen genötigt zu werden. Die Faulen und Lernschwachen dürfen weder hart rangenommen noch ausgesiebt werden, weil das ja nazi wäre. Obwohl die SPD sich scheinbar rührend um die schlechten und bildungsfernen Schüler kümmert und sie nach allen Kräften fördert, kommt deshalb kaum etwas dabei heraus. Doch weil man diesen Schülern nicht die Zukunft verbauen will, kommt man ihnen bei der Notenvergabe sehr wohlwollend entgegen.

Auch Diktate wurden von SPD-Seite immer kritisch gesehen, denn überkomplizierte Rechtschreibregeln, wie sie sich in der amtlichen deutschen Rechtschreibung nicht zu knapp finden, gelten für die Antielitären schon lange als Herrschaftswissen — d.h. in pragmatischer Hinsicht nutzloses Wissen, dessen einziger Zweck in der “Abgrenzung nach unten” liegt. Deshalb hat die SPD auch die Rechtschreibreform unterstützt. Ich erinnere mich noch an die weinerliche Klage eines SPD-Politikers in einer Fernsehdiskussion zum Thema: “Ich will nicht, dass meine Kinder in der Schule so leiden müssen wie ich”.

Tatsächlich könnte und sollte man die deutsche Rechtschreibung stark vereinfachen. Doch die Rechtschreibreform der Jahrtausendwende hat die Rechtschreibsituation nur noch verschlimmert, da die Verantwortlichen keinen Mut zu echten, durchgreifenden Neuerungen hatten, aber dafür ideologisch motiviert waren. Sie verfolgten nämlich eine Sprachideologie, die ich Sprachpopulismus nenne (früher Sprachdemokratie) und deren Prinzip es ist, dass die Rechtschreibregeln nicht von einigen wenigen Experten diktiert werden sollen (weil das zu elitär und autoritär wäre), sondern auf dem Mehrheitsentscheid der Bevölkerung zu beruhen haben. Schreibweisen sollen durch häufigen Gebrauch demokratisch gewählt werden. (Warum das sinnlos ist und ins Chaos führt, habe ich an anderer Stelle erörtert.) Daran halten sich die verantwortlichen Experten, selbst wenn sie wissen, dass eine Mehrheitsschreibweise unlogisch (wie Assi statt Asi), verständlichkeitserschwerend (wie getimt) oder etymologisch falsch ist. Letzteres nennt man Volksetymologie, wofür Verschissmuss ein Paradebeispiel ist.

Volksetymologie wurde bei der Rechtschreibreform bewusst als zulässige Begründung für Schreibweisen anerkannt, weil sie als basisdemokratisch gilt — was nichts anderes als einen Verrat an dem Ideal der Wissenschaft und der Aufklärung darstellt, Legenden durch wissenschaftliche Fakten zu ersetzen. So wurde die Schreibweise Quäntchen statt Quentchen eingeführt, weil die Mehrheit der Bevölkerung GLAUBT, dass es sich bei diesem Wörtchen um die Verkleinerungsform von Quant handelt. Tatsächlich ist es aber die Verkleinerungsform von Quinte und müsste daher eigentlich etymologisch richtig Quintchen geschrieben und auch entsprechend ausgesprochen werden. (Schon die Römer haben manchmal die Buchstaben e und i verwechselt, was im Nachgang wiederum zu falschen Aussprachen führen konnte.)

Vor diesem Hintergrund müsste die SPD eigentlich stolz auf die Person sein, die Verschissmuss geschrieben hat, denn diese hat voll und ganz die SPD-Botschaft aufgesogen, dass Faschismus einfach nur Scheiße ist!

Stattdessen jammert die SPD darüber, wie jemand nicht wissen könne, was Faschismus ist.

Doch, du dämliche SPD, die Person hat deine Botschaft sehr wohl verstanden, du wolltest es doch so!

Und dass diese Person keine Ahnung von Rechtschreibung hat, ist auch eine direkte Folge der SPD-Bildungspolitik (die mittlerweile von den neueren antikonservativen Parteien übernommen wurde).

Fazit

Die Schreibweise Verschissmuss ist also nach der populistischen Sprachideologie der antielitären, SPD-inspirierten Rechtschreibreformer absolut legitim, und falls sie eines Tages zur Mehrheitsschreibweise werden sollte, dann müsste sie der SPD-Ideologie zufolge konsequenterweise auch in den Duden übernommen werden.

PS: Populismus ist, wenn Politiker dem Volk wider besseres Wissen nach dem Mund reden.

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Warum dürfen Männer eigentlich nichts besser können als Frauen?

Warum dürfen Männer eigentlich nicht besser programmieren können als Frauen? Warum ist das verboten?

Dahinter steckt doch bloß der pure Neid.

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Emeli Glaser: Männerhasserin jubelt über feministische Eroberung der Springer-Presse

Die Feministin und kleinschreiberin Emeli Glaser jubelt, weil sie endlich ihren ersten männerfeindlichen, vor Sexismus triefenden feministischen Propagandatext in der unter Feministen als erzkonservativ verschrienen Zeitung “Die Welt”, Mitglied der reaktionären Springer-Presse (antikonservativer Gegenbegriff zur Lügenpresse), veröffentlichen konnte.

Die intellektuelle Enteignung der Springer-Presse geht voran.

Enteignet Springer!

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Ist Greta Thunberg ein Teenager oder eine Teenagerin? oder: Feministischen Sprachideologen geht es in Wahrheit nur um Regelbruch und Schikane – oder: Wo bleiben die Gästin, die Starin und die Fänin?

Feministische Sprachideologen behaupten, sie wollten Frauen in der „Männersprache Deutsch“ sichtbarer machen. Dass dies eine glatte Lüge ist, lässt sich u.a. an folgendem Umstand erkennen:

Die von den feministischen Sprachideologen verwendeten ergänzenden weiblichen Formen bzw. Zwitterformen von Wörtern sind praktisch ausnahmslos Regelbrüche und semantisch überflüssig. Bisher ungenutzte Gelegenheiten regelmäßiger weiblicher Movierung werden dagegen nicht wahrgenommen. So warte ich immer noch darauf, dass Helene Fischer endlich mal als Superstarin bezeichnet wird, die Millionen von Fäninnen hat. Auch bleiben die zahlreichen Gästinnen in Lokalen und Restaurants jeder Art weiterhin formal unsichtbar. Und heute bin ich in einem Text mal wieder über einen Teenager gestolpert, der die ganze Welt retten will (wie die meisten Teenager bis auf die, die lieber die ganze Welt vernichten wollen) und der sich dann als identisch mit jener Greta Thunberg entpuppte, der der Text gewidmet war. In einem anderen Text wird immerhin daraufhin gewisen, dass Greta ein weiblicher Teenager ist.

Warum schreibt kaum jemand Teenagerin? (Bei Google z.B. 1,47 Mio. mal ein Teenager vs. 44000 mal eine Teenagerin am 1.9.2019.) Dazu muss man kein Feminist sein, denn es ist logisch, grammatisch richtig und erhöht die Verständlichkeit. Und genau deswegen machen es Feministen eben gerade nicht. Feministen unterstützen nämlich nur Formen, die unlogisch sind, grammatisch falsch und die das Textverständnis erschweren. Denn ihr Ziel ist nicht, Frauen mit Hilfe der Grammatik noch sichtbarer zu machen als sie es im Zeitalter des Feminismus ohnehin schon sind, sondern zu zeigen, dass die Feministen Macht über die Sprache haben, soviel Macht, dass sie es sich erlauben können, nach Belieben die Regeln zu brechen und neu zu definieren. Es ist eine pure Machtdemonstration, was gerade durch ihre Sinnlosigkeit und permanente Nerverei zum Ausdruck kommt. Es ist reine Schikane!

Fazit

Wenn Greta Thunberg wüsste, wie in der deutschen Sprache schöne weibliche Wortformen trotz Feminismus unsichtbar bleiben, während die hässlichen zunehmend die ganze Sprache verschandeln, würde sie sicher ein komisches Gesicht ziehen.

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Was die Feministen unter „Gleichbehandlung“ verstehen

Wenn ein Mann im Spaß etwas Negatives über Frauen sagt, ist das für die Feministen sexistisch.

Wenn eine Frau im Ernst etwas Negatives über Männer sagt, ist das für die Feministen nicht sexistisch.

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Begriffsbetrug am Beispiel von Rainer Mausfeld

Begriffsbetrug macht eine sachliche Diskussion unmöglich, denn er verfälscht die Argumente wie Zahlendreher Rechnungen. Mit Begriffsbetrügern kann man nicht diskutieren, weil man nicht dieselbe Sprache spricht. Begriffsbetrug ermöglicht Verbrechen und ist eines.

Ein Beispiel liefert Rainer Mausfelds Text Ideologie der Meritokratie als Herrschaftstechnik:

Die Begriffe Meritokratie und Leistungsgesellschaft haben jeweils eine bestimmte Bedeutung — unabhängig von der Realität. Es sind zunächst Ideen.

Der Autor jedoch setzt diese Ideen mit ihren angeblich gescheiterten Realisierungen gleich (1. Betrug) und behauptet dann auch noch, dass dieses Scheitern bereits von den Ideengebern heimlich intendiert gewesen sei (2. Betrug). Da das Scheitern angeblich im umgekehrten Effekt als dem durch den Namen nahegelegten besteht (in einer Leistungsgesellschaft sind laut Autor diejenigen am reichsten, die am wenigsten leisten), setzt er die Begriffe mit ihrem Gegenteil gleich, was logisch widersinnig und damit unzulässig ist (3. Betrug), und er unterstellt dabei den Ideengebern, dass sie das Gegenteil von dem Guten beabsichtigten, das sie vorgaben, also etwas Schlechtes. Um die vermeintliche Schlechtigkeit dieser Ideen hervorzuheben, bezeichnet er sie als Ideologien.

Doch man kann nicht einfach einen Begriff mit seinem Gegenteil gleichsetzen (außer in ironischer Sprache, welche aber durch den Kontext kenntlich gemacht werden muss). Wer das tut, ist ein Betrüger.

Wichtig ist zu verstehen, dass der Autor nicht einfach ein Scheitern trotz guter Absichten beklagt, sondern im Scheitern den Beweis sieht, dass die Absichten von vornherein durch und durch böse waren.

Das ist typisch ideologische Propaganda: Jeder Fehler des Gegners wird als böse Absicht ausgelegt.

Zum Vergleich wende ich die Logik des Autor auf den Pazifismus an:

Der Pazifismus eines Landes ist immer auch eine ungewollte Einladung an kriegerische Feinde, eine Invasion zu versuchen. Der Pazifismus erhöht also die Kriegsgefahr und wird dadurch letztendlich immer scheitern. Argumentiert man nun wie der Autor, ist jeder Pazifist ein Kriegstreiber.

Tatsächlich bin ich der Meinung, das viele vermeintliche Pazifisten genau eine solche Invasion in Bezug auf Deutschland heimlich im Sinn haben (durch Weigerung, die Grenzen gegen illegale Einwanderer zu verteidigen). Trotzdem würde ich niemals behaupten, dass der Pazifismus eine von Grund auf bösartige Ideologie sei. Man darf nicht den Missbrauch einer Idee mit der Idee gleichsetzen!

Der Autor jedoch versucht mit Begriffen auf eine Weise zu betrügen und zu manipulieren, die ich kriminell finde. Denn wenn man alles Positive zum Negativen umdeuten kann, dann kann man auch aus jedem Friedensengel einen Mörder machen und damit jeden ausräumen, der der eigenen Ideologe widerspricht. Was eben seinerseits kriminell ist.

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