Ist Greta Thunberg ein Teenager oder eine Teenagerin? oder: Feministischen Sprachideologen geht es in Wahrheit nur um Regelbruch und Schikane – oder: Wo bleiben die Gästin, die Starin und die Fänin?

Feministische Sprachideologen behaupten, sie wollten Frauen in der „Männersprache Deutsch“ sichtbarer machen. Dass dies eine glatte Lüge ist, lässt sich u.a. an folgendem Umstand erkennen:

Die von den feministischen Sprachideologen verwendeten ergänzenden weiblichen Formen bzw. Zwitterformen von Wörtern sind praktisch ausnahmslos Regelbrüche und semantisch überflüssig. Bisher ungenutzte Gelegenheiten regelmäßiger weiblicher Movierung werden dagegen nicht wahrgenommen. So warte ich immer noch darauf, dass Helene Fischer endlich mal als Superstarin bezeichnet wird, die Millionen von Fäninnen hat. Auch bleiben die zahlreichen Gästinnen in Lokalen und Restaurants jeder Art weiterhin formal unsichtbar. Und heute bin ich in einem Text mal wieder über einen Teenager gestolpert, der die ganze Welt retten will (wie die meisten Teenager bis auf die, die lieber die ganze Welt vernichten wollen) und der sich dann als identisch mit jener Greta Thunberg entpuppte, der der Text gewidmet war. In einem anderen Text wird immerhin daraufhin gewisen, dass Greta ein weiblicher Teenager ist.

Warum schreibt kaum jemand Teenagerin? (Bei Google z.B. 1,47 Mio. mal ein Teenager vs. 44000 mal eine Teenagerin am 1.9.2019.) Dazu muss man kein Feminist sein, denn es ist logisch, grammatisch richtig und erhöht die Verständlichkeit. Und genau deswegen machen es Feministen eben gerade nicht. Feministen unterstützen nämlich nur Formen, die unlogisch sind, grammatisch falsch und die das Textverständnis erschweren. Denn ihr Ziel ist nicht, Frauen mit Hilfe der Grammatik noch sichtbarer zu machen als sie es im Zeitalter des Feminismus ohnehin schon sind, sondern zu zeigen, dass die Feministen Macht über die Sprache haben, soviel Macht, dass sie es sich erlauben können, nach Belieben die Regeln zu brechen und neu zu definieren. Es ist eine pure Machtdemonstration, was gerade durch ihre Sinnlosigkeit und permanente Nerverei zum Ausdruck kommt. Es ist reine Schikane!

Fazit

Wenn Greta Thunberg wüsste, wie in der deutschen Sprache schöne weibliche Wortformen trotz Feminismus unsichtbar bleiben, während die hässlichen zunehmend die ganze Sprache verschandeln, würde sie sicher ein komisches Gesicht ziehen.

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