Über die Hirnrissigkeit der sog. geschlechtergerechten Sprache (oder: Warum Feministen Frauen für strunzdumm halten oder selber strunzdumm sind)

Das Prinzip der Kindererziehung ist folgendes: Anstatt tatenlos zuzuschauen, wie das Kind die Welt in einem langen Prozess per Versuch und Irrtum entdeckt und sich dabei Gefahren aussetzt, erklärt man ihm im Voraus, was es zu tun und zu lassen hat. Bevor es sich experimentell mit einem Messer sticht oder aus Neugier einen Vorhang anzündet, bläut man ihm ein: „Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht.“ Das wiederholt man vielleicht einige Male und vertraut dann auf die Lernfähigkeit des Kindes.

Nun stelle man sich Eltern vor, die vor dem Kind die Bestecksammlung auf dem Tisch ausbreiten, ihm jedes einzelne Messer und jede einzelne Gabel vors Gesicht halten und dazu sagen: „Dieses Messer nicht anfassen. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht…“, um anschließend sämtliche Streichhölzer aus sämtlichen Streichholzschachteln zu klauben, ebenfalls nacheinander dem Kind vors Gesicht zu halten und dazu zu sagen: „Dieses Streichholz nicht anzünden. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht. Dieses auch nicht…“

Würde man über diese Eltern nicht folgendes Urteil fällen: Entweder sie sind strunzdumm oder sie halten ihr Kind für strunzdumm. Naja, manche Kinder brauchen in der Tat lange, um zu begreifen. Aber sind heranwachsende und erwachsene Frauen wirklich so uneinsichtig wie Dreijährige in der Trotzphase, sogar dann, wenn die Botschaft eine willkommene ist?

Nun kriegt im Zeitalter des Feminismus jedes Mädchen in der Schule oder durch andere feministische Kanäle beigebracht, dass es alles kann und darf, was Männer auch können und dürfen (und ein bisschen mehr), und dass ihm jeder Beruf offensteht, der auch Männern offensteht. Dies geschieht mittels Aussagesätzen der deutschen Sprache, etwa wie: „Du kannst jeden Beruf ergreifen, den du möchtest. Du kannst Ärztin werden, Physikerin, Polizistin, Soldatin. Kein Arbeitgeber darf deine Bewerbung ablehnen, nur weil du eine Frau bist. Du bist auch ausdrücklich aufgefordert, in eine Männerdomäne vorzudringen wie zum Beispiel Informatik.“ Dass einem Mädchen diese Botschaft entgehen könnte, ist angesichts der fortwährenden und flächendeckenden feministischen Propaganda unmöglich. Zwar kommt es häufig vor, dass man Menschen ein Verbot mehrmals sagen muss, bis sie es einsehen, aber eine Erlaubnis doch nicht. War es jemals nötig, einem 18-Jährigen 100 mal zu sagen, dass er jetzt Alkohol trinken und autofahren darf, bis er es endlich kapierte?

Doch unsere Feministen glauben nicht an die Lernfähigkeit der Mädchen. Sie können sich nicht vorstellen, dass Mädchen in der Lage sind zu begreifen, dass sie beim verallgemeinernden (generischen) Maskulinum mitgemeint sind, wenn von Ärzten, Physikern, Polizisten oder Soldaten die Rede ist – obwohl man ihnen das in der Schule oder sonstwo explizit beigebracht hat. Die Feministen verlangen, dass jedes einzelne Mal die weibliche Form mitgenannt wird: Jedes Mal, wenn von Ärzten im Allgemeinen die Rede ist, müssen auch Ärztinnen mitgenannt werden. Jedes Mal, wenn von Physikern im Allgemeinen die Rede ist, müssen auch Physikerinnen mitgenannt werden. Jedes Mal, wenn von Polizisten im Allgemeinen die Rede ist, müssen auch Polizistinnen mitgenannt werden. Jedes Mal, wenn von Soldaten im Allgemeinen die Rede ist, müssen auch Soldatinnen mitgenannt werden. Und so weiter und so fort, Beruf für Beruf, Streichholz für Streichholz. Und diese Forderung gilt nicht nur Berufe, sondern auch für alle anderen Personengruppenbezeichnungen, die moviert werden können und bei denen das verallgemeinernde Maskulinum zur Anwendung kommt. Selbstverständlich nur die positiv besetzten.

Was würde man von einem Menschen halten, der jemandem mitteilen will, dass er jeden Sonntag in die Kirche geht und dazu jeden Sonntag bei demjenigen klingelt und ihm sagt: “Übrigens: Ich gehe heute in die Kirche“, anstatt einfach nur ein einziges Mal zu verkünden: „Übrigens: Ich gehe jeden Sonntag in die Kirche“, und es dabei bewenden zu lassen? Würde man den nicht für total beknackt halten? Tatsächlich, die Feministen sind genauso beknackt.

Fazit

Der Hauptsinn von Sprache ist, mittels Aussagesätzen Informationen weiterzugeben. Doch die Feministen wollen einfach nicht glauben, dass das bei Frauen möglich ist. Sie können sich auch nicht vorstellen, dass Frauen in der Lage sein könnten, die deutsche Grammatik zu verstehen.

Entweder begreifen die Feministen nicht, wie Sprache funktioniert. Oder sie halten Frauen für strunzdumm. Wahrscheinlich sogar beides.

 

 

 

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