Ich wünsche mir Weihnachten ohne sexistischen Feminismus

Ist man nachrichtenportalsüchtig wie ich und schaut täglich bei Spiegel-Online & Co. rein, vergeht für einen als Mann kaum noch ein Tag, an dem man nicht mit sexistischen feministischen Vorwürfen aller Unart belästigt wird. Dieses Jahr gibt es bei SPON sogar extra zu Weihnachten eine geballte Ladung feministisch-sexistischer Geschichts- und Gesellschaftslügen. Hm, war Weihnachten nicht mal das Fest der Liebe, auch der zwischen Mann und Frau? Heute ist es für die feministischen Aggressoren offenbar nur ein weiteres Schlachtfest.

Vor Jahrzehnten sah ich mal den Film Vater der Braut. Darin kriegt die Braut eine Krise, als ihr Zukünftiger ihr zum Beziehungsjubiläum ein Küchengerät schenkt [Zitat]. Ich verstand nicht, warum sich jemand darüber so aufregt, wenn man ihm ein Gerät schenkt, das ihm Küchenarbeit abnimmt, sodass er mehr Zeit hat, um sich um interessantere Dinge zu kümmern. Doch lernte ich meine Lektion und beschloss: Wenn ich mal eine Freundin habe, werde ich ihr garantiert nichts Praktisches schenken, sondern irgendetwas hoffnungslos Unpraktisches, um einen Beziehungsstreit sicher vermeiden zu können.

Nun sind Jahrzehnte vergangen, und ich habe immer noch keine Freundin, denn Frauen nehmen mich nicht mal geschenkt. Insofern musste ich über die Problematik nie wieder nachdenken. Doch jetzt erschien bei SPON ein Artikel über „Weihnachtsanzeigen der Fünfziger“, die angeblich „Hausfrauen antiquierte Rollenbilder vermittelten“:

Der Herr im Hause brachte das Geld in die Kasse, die Hausfrau kümmerte sich um Mann, Kinder, Vorgarten-Idylle und ihr Aussehen. Entsprechend sahen die Geschenke aus, die sie zu Weihnachten auf dem Gabentisch vorfand: als ideale Geschenke empfahl die Werbung damals den Ehemännern, Kosmetikprodukte und elektrische Küchenhilfe unter den Baum zu legen.

Dass Kosmetikprodukte nichts mit einem antiquierten Rollenbild zu tun haben, sondern nur die weibliche Eitelkeit bedienen, erörtere ich hier mal nicht weiter, denn es geht mir in erster Linie um folgenden hirnverbrannten Vorwurf:

Immer wieder versichert die Weihnachtswerbung dieser Zeit den Frauen, dass sie im Haus unersetzbare Profis sind. Damit sie bloß nicht auf die Idee kommen, auch außerhalb des Hauses auf eigenen Beinen stehen zu wollen.

Wer soll diesen Schwachsinn glauben? Hihi, ich weiß wer: Es sind die Leute, die zuviel Mad Men geglotzt haben und sich von feministischen Betrügern wie Ferdinand von Schirach haben einreden lassen, dass es sich dabei um eine historische Dokumentation handelt. Also Leute, die zwischen Realität und Fiktion nicht unterscheiden können und es für eine gesicherte Tatsache halten, dass für ihre eigenen Väter und Großväter Ehefrauen nur zum Ficken und zum Fegen gut waren.

Warum genau ist dieser Vorwurf Schwachsinn? (Dies an alle, die ihr Hirn dem Feminismus geopfert haben und deshalb nicht von selbst auf die Antwort kommen.) Er ist Schwachsinn, weil die hirnvernebelte Autorin allen Ernstes behauptet, dass Maschinen, die Frauen Hausarbeit abnehmen, dazu geeignet seien und dazu benutzt würden, ihnen Hausarbeit aufzubürden. Wenn also eine Frau von ihrem Mann mit Geräten beschenkt wird, die es ihr gestatten, den Haushalt in einem halben Tag zu erledigen anstatt in einem ganzen, sodass sie einen halben Tag zum Geldverdienen frei hat, dann ist das laut der Autorin ein frauenfeindlicher Akt, der die Frau an das Haus fesseln soll. Was kann man zu solchem Hirnriss noch sagen?

Dass er unfassbar sexistisch ist zum Beispiel – gegenüber Männern natürlich. Die Autorin unterstellt einem Mann, der einer Frau etwas schenkt, grundsätzlich erst einmal bösen Willen und stuft die Schenkung als sexistische Handlung ein. Nur durch eine feministisch korrekte Begründung, warum er ihr etwas Bestimmtes schenkt, kann der Mann sich vom Vorwurf des Sexismus befreien. Dass Schlimmste wäre für die Autorin vermutlich, wenn ein Mann einer Frau gleich ein ganzes Haus schenkt. Er müsste wohl einen regelrechten Rechtfertigungsroman schreiben, um wieder aus der Matschoecke rauszukommen. Doch Männern grundsätzlich bei jeder Handlung Sexismus zu unterstellen, sei sie nach herkömmlichen Maßstäben auch noch so gutartig – gerade das ist Sexismus pur. Die Kriminalisierung von Männern durch den Feminismus kennt einfach keine Schranken mehr – von Grenzen des Anstands ganz zu schweigen. Die Tatsache, dass praktisch alle Männer auf dieser Welt einen beträchtlichen Teil ihres lebenslang erworbenen Vermögens in ihre Frauen investieren, wird von den Feministen nicht als Liebesbeweis angesehen, sondern als Freiheitsberaubung. Pervers!

 

 

 

 

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