Anatol Stefanowitsch macht Frauen unsichtbar

Was passiert, wenn ein Mann sich schützend vor eine Frau stellt?

Sie wird unsichtbar.

Das ist bei der Abwehr körperlicher Angriffe auch gewollt und gut und richtig so. Männer sind Frauen körperlich überlegen und können sie deshalb besser verteidigen als Frauen sich selbst. Wenn der Angreifer (etwa ein anderer Mann oder ein wildes Tier) sein Opfer gar nicht mehr sieht, sondern nur den Mann davor, ist es am besten geschützt.

Laut der feministischen Ideologie jedoch machen Männer Frauen nicht zu deren Schutz unsichtbar, sondern um sie an der freien Entfaltung zu hindern. Nach dieser Ideologie sind Frauen Männern in allen Belangen ebenbürtig – außer bei der körperlichen Kraft. Dies nutzen Männer angeblich aus, um Frauen in ihrer Bewegungsfreiheit zu behindern und deren Talente in den Schatten zu stellen. Früher gab es tatsächlich einige (wenige) Gesetze, die die Bewegungsmöglichkeiten von Frauen gegenüber Männer einschränkten, und Zuwiderhandlungen konnten durch körperliche Nötigung seitens der Staatsgewalt (sprich männliche Polizisten) unterbunden werden. Somit wurde tatsächlich manche Frau (wenige) an der Entwicklung und Zurschaustellung ihrer Fähigkeiten gehindert. Diese Zeiten sind jedoch lange vorbei.

In neuerer Zeit hat sich aber die Legende gebildet, dass Männer auch auf rein geistiger Ebene Frauen unsichtbar machen, ohne dass diese sich aus eigener Kraft dagegen wehren können. Dies soll in Bereichen möglich sein, wo Männer nicht die geringste körperliche Gewalt anwenden, so z.B. in der Sprache. Nun – dass Männer Frauen ohne Anwendung körperlicher Gewalt auf geistiger Ebene unsichtbar machen könnten, wäre ja nur unter der Voraussetzung möglich, dass Frauen auch geistig unterlegen sind.

Gehen wir mal davon aus, dass Letzteres nicht zutrifft und der Vorwurf der Unsichtbarmachung auf geistiger Ebene nur Legende ist.

Dann braucht es aber auch keinen Mann, der sich geistig schützend vor Frauen stellt. Wenn Frauen die gleiche Geisteskraft haben wie Männer, können sie sich ja auch selbst gegen geistige Angriffe von Männern wehren und selbstständig schlagkräftige Argumente finden.

Wenn also ein Mann sich geistig schützend vor Frauen stellt, muss man davon ausgehen, dass er selbst Frauen für geistig unterlegen hält. Der Sprachideologe und Karrierefeminist Anatol Stefanowitsch ist so ein Mann.

Einerseits strickt er fleißig an der Propagandalüge mit, dass Männer Frauen in der Sprache absichtlich unsichtbar machen wollen; andererseits glaubt er, dass Frauen seiner männlichen Geisteskraft bedürfen, um vor dieser (eingebildeten) Unterdrückung geschützt zu werden.

Wieder und wieder veröffentlicht er im Sprachlog Artikel, die mit angeblich wissenschaftlichen Argumenten dafür aufwarten, dass Deutsch eine „Männersprache“ sei, die Frauen unsichtbar macht, und wie eine angeblich geschlechtergerechte Sprache herzustellen sei. Nur: Warum überlässt er das nicht den Sprachwissenschaftlerinnen? Sind die etwa zu blöde dazu, um sich selbst mit Worten verteidigen zu können?

Und jetzt kommt’s: Jedesmal, wenn ein Artikel von Stefanowitsch gelesen wird, bedeutet dies ja, dass ein von einer Sprachwissenschaftlerin geschriebener Artikel nicht gelesen wird, denn die zum Lesen freie Zeit der Nutzer ist ja begrenzt. Somit macht Anatol Stefanowitsch Wissenschaftlerinnen unsichtbar, die er angeblich verteidigen möchte. Hinterhältig!

Zugleich ist er auch das perfekte Kameradenschwein: Er macht als Mann Karriere, indem er andere Männer durch die Behauptung schlecht macht, dass zu viele Männer auf Kosten von Frauen Karriere machen. Die vermeintlich nur von ihm leistbare „Aufklärungsarbeit“ soll seine eigene Karriere rechtfertigen. Doch gerade die Annahme, dass es ohne IHN nicht geht, ist ja das Frauenfeindliche.

Er kann sich auch nicht darauf berufen, dass es in seinem Berufsfeld noch an qualifizierten Frauen mangele. Die gesamten Geisteswissenschaften sind schon seit Jahrzehnten von Frauen überschwemmt, und auch in der Sprachlogredaktion bilden sie die Mehrheit.

Bestenfalls könnte Stefanowitsch versuchen zu argumentieren, dass man ihm als Mann mehr Glauben schenke und sich besonders Männer eher durch ihn von feministischem Gedankengut überzeugen lassen als von einer Frau. Doch welcher Mann lässt sich schon von jemandem überzeugen, von dem er ständig polemisch angepöbelt wird?

Übrigens macht Anatol Stefanowitsch nicht nur Frauen unsichtbar, sondern auch mich. Aus dem Sprachlogforum hat er mich ausgeschlossen.

Fazit

Anatol Stefanowitsch hat selbst behauptet, Frauen würden „systematisch unterschätzt. Was natürlich Quatsch ist. Wer aber Frauen unterschätzt, ist Anatol Stefanowitsch.

Wenn er wirklich der Meinung wäre, das Frauen ihm geistig ebenbürtig sind, würde er das Schlachtfeld der feministischen Sprachkritik ihnen überlassen.

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Eine Antwort zu Anatol Stefanowitsch macht Frauen unsichtbar

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