Wer kein Englisch kann, muss früher sterben (oder: Wie ein SPD-Politiker die Arbeiterschicht verhöhnt – oder: Die neue Dimension der Zwei-Klassen-Medizin – oder: Multikulti ist auch nationalistisch)

Die SPD kümmert sich angeblich um die Schwachen und Unterprivilegierten unserer Gesellschaft. Dazu gehören u.a. Arme, Alte, Kranke, und natürlich die klassische SPD-Klientel der bildungsfernen Arbeiterschicht.

Zum Beispiel diagnostiziert die SPD in Deutschland eine Zwei-Klassen-Medizin, deren Folge es sei, dass Arme früher sterben müssen. Wer krank wird, weil er alt ist, aber dann medizinisch unterversorgt bleibt, weil er arm ist und sich nur zweitklassige Behandlung leisten kann, dem will die SPD helfen. Er muss nur bei Wahlen sein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen.

Wer das letztens getan hat, kann sich nun aufgrund einer Aussage des SPD-Politikers Guntram Schneider gründlich verarscht fühlen. Um in den vollen Genuss der SPD-Care zu kommen, will Schneider nämlich erweiterte Englischkenntnisse verlangen – möglichst einschließlich des medizinischen Fachvokabulars.

Die Ärzte, die aus anderen Ländern zu uns kommen, sind durchgängig mehrsprachig. Das Problem wäre schon gelöst wenn mehr (als bisher) Patienten Englisch könnten.

Wir können froh sein, dass wir unsere Delle bei der Ärzteversorgung schließen können mit Ärzten aus anderen Ländern.

(NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD))

Der SPD-Politiker ist also der Meinung: Wenn jemand kein Englisch kann, weil er alt ist und sein Englischunterricht 50 Jahre zurückliegt oder niemals stattgefunden hat (DDR), weil er der Arbeiterschicht angehört und die Elitensprache ihm fernliegt, oder weil er so krank ist, dass er nicht mehr alle Gedächtnisinhalte erreicht, dann sei das eben sein Problem und brauche doch die SPD nicht zu kümmern. Besonders frappierend ist die Kaltschnäuzigkeit, mit der hier einfache, ungebildete Arbeiter von dem Vertreter ihrer selbsternannten Schutzmacht abserviert werden.

Verwunderlich ist auch, dass der SPD-Politiker den Deutschen nicht zutraut, ihre Ärzteschaft aus der eigenen Bevölkerung zu rekrutieren, obwohl das bis vor ein paar Jahren kein Problem darstellte. Der Grund für die „Delle bei der Ärzteversorgung“ liegt ja nicht in einer zu geringen Zahl an ausgebildeten Ärzten oder Interessenten für das Medizinstudium, sondern an der Abneigung des Ärztenachwuchses gegen viele der möglichen Arbeitsstellen. Zum Teil sind die Ansprüche überhöht, zum Teil ist die Arbeitsbelastung ins Unerträgliche gestiegen. Aber anstatt die Arbeitsbedingungen zu verbessern oder Luxusmedizin, bei der bloß Talent verschwendet wird, zu verhindern, setzt man in der Politik auf billige und bienenfleißige Ausländer, die wieder mal Jobs übernehmen müssen, die Deutsche nicht machen wollen. Wer das kritisiert, gilt als Ausländerfeind.

Seit die SPD die Multikultiideologie übernommen hat, will sie der Bevölkerung unbedingt einreden, das Deutschland einen steten Einwanderungsstrom an fähigen Arbeitskräften braucht, um zu überleben. Aber wie, in Willys Namen, kann man es anderen Nationen zumuten, Deutschland zu retten, indem sie ihr Kostbarstes hergeben, nämlich ihre besten Talente? Die Multikultiideologie ist nationalistisch und antinational zugleich: Sie setzt einerseits darauf, dass es anderen Ländern langfristig weit schlechter ergeht als Deutschland, damit genug Wanderungsdruck herrscht und diese Länder abgefischt werden können; Ausländerinnen werden dabei als Gebärmaschinen missbraucht. Andererseits soll Deutschland entdeutscht werden, um jegliche geschichtliche Kontinuität zu Nazi-Deutschland zu tilgen.

Was aber keiner wahrhaben will, ist:

Das Multikultigetue wird bloß darin enden, dass wir alle Englisch sprechen müssen und eine europaweite linguistische Monokultur entsteht; die Bemerkung des SPD-Politikers war ein Vorgeschmack davon. Und Einwanderer werden den Deutschen nicht helfen, ihre Probleme zu lösen.

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