Die Umlautschrift

Einleitung: Warum die Rechtschreibreform keine war und eine neue anzuraten ist

Die amtliche Rechtschreibreform (RSR) hatte das erklärte Ziel, die Rechtschreibregeln zu vereinfachen, damit die Schreiber sich nicht mit überflüssigem Ballast herumplagen müssen. Oder – wie ein SPD-Bildungspolitiker mit betont weinerlicher Stimme in einer Fernsehdiskussion sagte: „Ich will nicht, dass meine Kinder vor Diktaten soviel Angst haben müssen wie ich früher“.

Daran gemessen, ist die RSR auf ganzer Linie gescheitert: Die Menschen machen heute mehr Rechtschreibfehler als vor der Reform. Nicht einmal deren Sinn haben sie begriffen, denn es wird stets von der Beherrschung der neuen Rechtschreibung als Lernherausforderung gesprochen, obwohl doch eine Vereinfachung bedeuten würde, dass man vor allem überflüssige Regeln vergessen kann und am Ende weniger beherrschen muss als vorher. In Prüfungen werden sogar Menschen, die die alten, komplizierteren Regeln perfekt beherrschen, aber um die „Vereinfachungen“ nicht wissen, mit Punktabzug bestraft. Damit ist die Idee des SPD-Bildungspolitikers letztendlich pervertiert worden.

*

Wenn man sich anschaut, welche Regeln und Bestimmungen durch die RSR konkret geändert wurden oder hinzukamen, stellt man fest, dass die Neuerungen weitgehend zweckfrei sind. Ein paar Kommas fallen weg, was aber den Text nur schwerer lesbar macht. Ein paar Groß-/Kleinschreibregeln und Getrennt-/Zusammenschreibregeln wurden umgedreht, aber nicht dort, wo es logisch zwingend wäre, sondern rein willkürlich. Das Stammprinzip wurde bei mehr Wörtern berücksichtigt, aber etymologisch so fehlerhaft, dass es an Sprachverhunzung grenzt. Eine der wenigen Regeln, deren Sinn und Zweck mir persönlich einleuchten, ist die neue ss-Regel. Und gerade die wird von den Schreibern häufig falsch angewendet.

Insgesamt sind Texte durch die RSR schlechter lesbar geworden. Allen, die das verneinen, kann ich nur hinterherrufen: Wer im Schritttempo eine Straße entlangfährt, findet Schlaglöcher auch nicht so schlimm.

*

Dabei ist an der deutschen Rechtschreibung so vieles reformbedürftig. Es gibt genug alte Zöpfe, die endlich abgeschnitten gehören. Aber so ziemlich alle Gelegenheiten dazu haben die Reformer verpasst. Waren sie zu dumm oder zu feige? Das würde ich gern mal wissen.

Beispiel 1:

Bestehende Regel: Endet eine Silbe nach kurzem Vokal auf [ks], wird chs geschrieben:

Sachsen, wo die schönen Mädchen wachsen.

Dazu müssen noch Ausnahmen gelernt werden wie knacksen (weil von knack) oder lax (weil Latein).

Die Regel ist m.E. völlig überflüssig. Einfacher lesbar und eine Regel plus Ausnahmen weniger wäre:

Sacksen, wo die schönen Mädchen wacksen.

 

Beispiel 2:

Bestehende Regel: Statt Schp– und Scht– wird St– und Sp– geschrieben. Schl– und Schm– bleiben aber unverändert.

Spiel, Stiel, Schlamm, Schmutz

Warum wurde das nicht zu Sch– vereinheitlicht? Damit hätte man auch das Problem deutsch-englischer Homographe abmildern können: Star –> Star oder Schtar? Stock –> Stock oder Schtock?

Er ist der Superstar unter den Staren.

Besser:

Er ist der Superschtar unter den Schtaren.

Beispiel 3:

F vs. V vs. W

Die Schreibweisen der Laute [f] und [v] gehören zu den fehlerträchtigsten Phänomenen in der deutschen Rechtschreibung. Kein Wunder, da die Logik dabei schwer zu verstehen oder gar nicht erst vorhanden ist, und man zur perfekten Beherrschung nichts weniger als Lateinkenntnisse aufweisen muss (und andere Fremdsprachen).  Übersicht der bestehenden Regeln/Bestimmungen:

Laut [f] Laut [v]
Deutsche Wörter F oder V (man weiß es nicht genau) W
Lateinische Fremdwörter F V
Griechische Fremdwörter PH

Ob ein deutsches Wort mit F oder V geschrieben wird, muss man zum großen Teil auswendig lernen. (Bei einigen Wortpaaren dienen F bzw. V auch zur Vermeidung von Homonymen: viel vs. fiel, Vetter vs. Fetter. Aber dieses Problem hätte man auch anders lösen können.)

Dabei tritt die Frage auf, warum man den Leuten zumutet, getrennte Listen für deutsche Wörter einerseits und lateinische (und andere) Fremdwörter andererseits im Kopf zu behalten. Neben Deutsch ist Polnisch m.W. die einzige Sprache, bei der standardmäßig W für [v] geschrieben wird, doch gilt dies beim Polnischen auch für lateinische Wörter: Virus –> Wirus. Das spart erheblichen Lernaufwand.

Andererseits ist W für [v] international die Ausnahme. Fast alle Fremdwörter im Deutschen stammen aus Sprachen, bei denen V für [v] geschrieben wird (wie etwa Latein). Würde man aber auch im Deutschen bei allen Wörtern, gleich welcher Herkunft, V für [v] schreiben, wäre das eine Vereinfachung für die Kompatibilität mit Fremdwörtern bzw. Fremdsprachen.

Logischerweise könnte man im Deutschen dann [f] nicht mehr als V schreiben. Aus Volk würde dann Folk, aus Vlies würde Flies usw.

Beispiel 4:

CH in Fremdwörtern

Ich nenne CH den „Problemdigraphen“, weil er in zahlreichen Fremdwörtern vorkommt, aber von Fremdsprache zu Fremdsprache anders ausgesprochen wird:

Sprache Fremdwortbeispiel Aussprache entspricht deutschem…
Französisch Chef SCH, K
Italienisch Gnocchi K
Spanisch Macho TSCH
Griechisch Tachometer, Chemie, Chaos CH, K
Englisch Change, High-Tech TSCH, K

Grundsätzlich besteht Änderungsbedarf an Rechtschreibregeln, wenn die Menschen damit überfordert sind, und das ist hier der Fall. Die meisten wissen zwar, dass Macho gesprochen wird wie Matscho, aber eben Macho geschrieben. Doch die wenigsten wissen, dass Machete gesprochen wird wie Matschete. Ich selber dachte jahrzehntelang, Rochade sei ein französisches Wort und würde wie Roschade gesprochen. Bei seltenen Fremdwörtern besteht nämlich die Gefahr, dass der Leser das Wort in einem Text sieht, ohne es jemals zuvor gehört zu haben. Wenn dessen Schreibweise dann nicht den deutschen Regeln entspricht, wird er es wahrscheinlich falsch aussprechen. Ein weiteres (thematisch passendes) Beispiel ist das Wort Mexico, dass von fast allen Deutschsprachigen wie Mecksiko ausgesprochen wird, obwohl es im Original eher wie Mechiko klingt.

Zwar kann man nicht alle Fremdwörter rechtschreiblich vollständig angleichen, da sie oft Laute enthalten, die sich mit der deutschen Rechtschreibung gar nicht wiedergeben lassen. Doch wenn ein Angleichen möglich ist, sollte man es zumindest bei den gebräuchlichsten Fremdwörtern vornehmen. Denn wenn ein Buchstabe oder Digraph auf verschiedene Weise ausgesprochen werden kann, erschwert das den Lesefluss erheblich, weil man nicht Buchstabe für Buchstabe lesen kann, sondern erst das ganze Wort oder gar den ganzen Satz erfassen und mehrere Interpretationsmöglichkeiten durchspielen muss, bevor man im Geiste den fraglichen Laut aussprechen kann. Ich selber merke deutlich, wie sich meine Lesegeschwindigkeit herabsetzt, wenn ein Text mit Fremdwörtern aller möglichen Sprachen gespickt ist. Und das, obwohl meine Fremdsprachenkenntnisse gerade meine Stärke sind.

Beispiel 5:

EI vs. AI

Die Schreibweise EI für [ai] ist eine historische Altlast. AI wird in der ARSch (amtliche Rechtschreibung) nur zur Unterscheidung von Homophonen verwendet (Seite/Weise vs. Saite/Waise) und für den Mann, der sich jede Extrawurst erlauben kann: den Kaiser. Homophone gibt es aber sowenige, dass es absurd ist, allein deshalb weiterhin tausende Wörter mit EI zu schreiben. Da hätte man besser die Regel umdrehen sollen.

Von EI auf AI umzustellen, wäre eine vergleichsweise aufwendige Aktion. Aber irgendwann wird solcherlei notwendig, wenn man verhindern will, dass sich Aussprache und Schreibweise soweit auseinanderentwickeln wie im Englischen, dessen Rechtschreibung nur noch als complete mess bezeichnet werden kann.

Ähnliches wie für EI gilt übrigens auch für IE.

Beispiel 6:

Bestehende Regel: Doppelvokale werden im Umlaut als Einzelvokale geschrieben.

Saal –> Säle, Boot –> Bötchen

Aus dieser Regel spricht das reine Spießertum. Sie ist linguistisch vollkommen überflüssig und wurde wahrscheinlich von Leuten erfunden, die etwa so denken: „Vier Umlautpunkte nacheinander: Wie sieht denn das aus? Und wer hat das erlaubt? Die Umlautpunkte sollen mal hübsch bescheiden bleiben und sich nicht breitmachen wie Schmarotzer. Die gehören sofort zusammengestutzt. Dass da ein ganzer Buchstabe mit unters Messer kommt, ist nicht weiter schlimm. Opfer müssen schließlich erbracht werden.“

Dann mache ich mir eben meine eigene RSR

Ich habe mich also hingesetzt und überlegt, wie man eine RSR besser gestalten könnte.

Dazu habe ich über den Tellerrand geschaut und erkundet, was in anderen Ländern rechtschreibtechnisch Stand der Dinge ist. Dabei habe ich festgestellt, dass die meisten Rechtschreibungen erheblich weiter optimiert und linguistisch fortschrittlicher sind als die deutsche – nur die englische und französische nicht, die im internationalen Vergleich wie barocke Museen erscheinen. Mir wurde klar, dass in Deutschland eine anständige RSR deshalb kein Interesse findet, weil bei uns diese beiden Sprachen immer noch als kultureller Maßstab gelten, während alle anderen Sprachen als bedeutungslos angesehen werden. Darüber hinaus habe ich nach bereits gemachten anderen Ansätzen für eine RSR recherchiert (aber kaum etwas Verwertbares gefunden).

Ich habe mir dann grundsätzliche Gedanken zu Rechtschreibungen gemacht: Alle europäischen Sprachen enthalten mehr Laute, als die lateinische Schrift Buchstaben hat. Zur Darstellung nichtlateinischer Laute gibt es vier Möglichkeiten:

  • Umwidmung eines lateinischen Buchstabens (Türkisch C –> [dž])
  • Digraphen und Trigraphen (Deutsch sch)
  • Diakritische Zeichen (o vs. ö, è vs. é)
  • Einführung eines neuen Buchstabens (Isländisch þ)

Manche diakritischen Zeichen kommen nur in einer einzigen Sprache vor, andere in mehreren. Im letzteren Falle können sie je nach Sprache wiederum verschiedene Bedeutung haben. Akzentzeichen dienen auch zur Unterscheidung von Homophonen (Franz. a vs. à). Nur beim Englischen werden keinerlei diakritische Zeichen oder Akzente verwendet. Der Vorteil dabei ist, dass Englisch problemlos auf allen lateinischen Tastaturen der Welt geschrieben werden kann, ganz gleich welche sprachspezifischen Zusatzzeichen sie haben oder nicht. Der Nachteil ist, dass im Englischen viele Laute nur durch Digraphen, Trigraphen oder gar den Buchstabenkontext ganzer Wörter identifizierbar sind (Engl. paw vs. Dänisch ).

In vielen Sprachen hat es Lautverschiebungen gegeben, die in der Rechtschreibung nicht oder nur unvollständig nachvollzogen wurden. Zum Teil geschah das aus Nachlässigkeit, zum Teil aber auch, weil die neuen Laute den alten noch relativ ähnlich sind, es aber keine lateinischen Buchstaben dafür gibt (Spanisch B, D, G).

Theoretisch müsste man für jede Sprache eine eigene, optimal angepasste Schrift bzw. Laut/Buchstaben-Zuordnung entwickeln. (Fremdwörter sind dabei meist Störenfriede.) Andererseits soll eine neue Rechtschreibung möglichst ähnlich zur alten sein, um den Umstellungsaufwand gering zu halten. Bisher wurden Rechtschreibungen für Einzelsprachen ohne Rücksicht auf andere Sprachen entwickelt (s.o. Bemerkungen in den Beispielen), sodass die Laut/Buchstaben-Zuordnungen verschiedener Sprachen sich mangels Koordination oft widersprechen, obwohl es vermeidbar wäre. Dies führt in Zeiten der zunehmenden Sprachvermischung zu mehr und mehr Komplikationen bei Fremdwörtern und fremdsprachlichen Namen. Auch müssen bei einer Rechtschreibung u.U. sprachliche Phänomene berücksichtigt werden (z.B. Auslautverhärtung). Manche Sprachen wiederum sind durch Lautwandel so überreich an Homophonen geworden (Engl. u. Franz.), dass man zur schriftlichen Unterscheidung der Wörter auf historische Wortformen und Schreibweisen zurückgreifen muss. Und zu guter Letzt soll eine Rechtschreibung auch augenfreundlich und übersichtlich sein.

Ich habe dann untersucht, welche Laute bzw. Phoneme es in der standarddeutschen Sprache gibt, wie sie zurzeit durch Buchstaben repräsentiert werden, welche IPA-Lautschriftsymbole ihnen entsprechen, welche Buchstaben es dafür in fremdsprachlichen Rechtschreibungen gibt – und welche Buchstaben und Symbole allgemein in den Zeichensätzen für gebräuchliche Komputerschriftarten zu finden sind.

Tatsache ist nämlich, dass die komputerisierte Textverarbeitung die Anwendung neuer Zeichen gestattet, weil die Tastatur umprogrammiert werden kann. Dies eröffnet völlig neue Perspektiven für die Rechtschreibgestaltung, was so zu Zeiten der mechanischen Schreibmaschinen nur unter großem Aufwand möglich gewesen wäre.

*

Letztendlich habe ich mir Buchstaben und Zusatzzeichen aus vorhandenen Rechtschreibungen und Lautschriften zusammengepflückt, zum Teil umdefiniert und auf die standarddeutsche Sprache angewendet. Für die Vokalbuchstaben habe ich dabei ein System entwickelt, das wohl eine echte Neuerung darstellt. Um die Bereiche Groß-/Kleinschreibung, Getrennt-/Zusammenschreibung und Interpunktion habe mich allerdings nicht gekümmert. (Da empfehle ich die alten Regeln oder schlicht und ergreifend den gesunden Menschenverstand.)

Die Umlautschrift

Ich nenne meine selbstgemachte RSR die Umlautschrift. Dies ist ein Kunstwort aus Umlaut und Lautschrift. Es handelt sich hierbei nämlich um eine Rechtschreibung, die nicht nur einer Lautschrift soweit nahekommt, wie es linguistisch Sinn ergibt, sondern die auch die Logik des Umlautsystems der standarddeutschen Vokale auf die Vokalsymbole anwendet. Auf diese Weise gelingt es, alle Vokalphoneme des Standarddeutschen durch bereits vorhandene Einzelzeichen darzustellen. (In der herkömmlichen RS dagegen sind mehrere Vokale nur im Zusammenhang mit dem Buchstabenkontext darstellbar.) Allerdings habe ich dabei etwas gegen die übliche IPA-Repräsentation der deutschen Vokale geketzt.

Der kritische Leser mag sich fragen, warum der nachfolgende Text über die Umlautschrift so lang ist, obwohl die Umlautschrift doch so einfach sein soll wie möglich. Die Ursache ist, dass der Text nicht nur die Regeln der Umlautschrift enthält, sondern auch die linguistischen Begründungen der Regeln. Dies ist notwendig, um Rechtschreibtraditionalisten den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Bei der Umlautschrift wird das sprachliche Phänomen der Umlaute auch deshalb berücksichtigt, weil es systematisch zu Homophonen führt, die ohne rechtschreibliche  Umlautdarstellung zu Homonymen werden, was wiederum ungünstig für die Lesbarkeit ist. Beispiel:

Schwemme vs. Schwämme

Ohne Umlautberücksichtigung würde Ä hier als E geschrieben, sodass ein Homonym entstünde, das die Verständlichkeit des Textes erschwert. Hier zeigt sich, dass eine rein phonematische Rechtschreibung, also eine reine Lautschrift, nicht gleich die zweckmäßigste ist.

Das Vokalsystem des Standarddeutschen

Nun zu einem Vergleich zwischen der herkömmlichen Interpretation des standarddeutschen Vokalsystems und meiner eigenen.

(Vorher ist noch daraufhinzuweisen, dass in der Fachliteratur die Zuordnung von Lauten zu IPA-Zeichen im Detail nicht immer einheitlich und schlüssig gehandhabt wird.)

Monophthonge

Die folgende Tabelle enthält die übliche Einteilung der Einzelvokale (Monophthonge) in Paare ähnlicher Qualität bei verschiedener Quantität. Diese Einteilung wird vorgenommen, weil man davon ausgeht, dass diese Vokalpaare sich jeweils aus demselben Grundvokal heraus als phonologische Oppositionspaare gebildet haben. Etymologisch lässt sich das dadurch untermauern, dass die jeweiligen Partner seit jeher durch den gleichen Buchstaben dargestellt wurden (schon im Latein).

IPA Beispiel Umschreibung Umschreibung 2
a kann kurzes A
Kahn langes A
ɛ wenn, Männer kurzes E, kurzes Ä offenes E
wen langes E geschlossenes E
ɪ Minne kurzes I offenes I
Miene langes I geschlossenes  I
ɔ Wonne kurzes O offenes O
wohne langes O geschlossenes O
œ Hölle kurzes Ö offenes Ö
øː Höhle langes Ö geschlossenes Ö
ʊ wusste kurzes U offenes U
Wuste langes U geschlossenes U
ʏ wüsste kurzes Ü offenes Ü
Wüste langes Ü geschlossenes Ü
ə Ge- unbetontes E
ɛː -rät langes Ä

Die letzten beiden Vokale passen nicht in das Paarschema hinein, weil

  • das [ə] (Schwa) als einziger Vokal nur in unbetonten Silben vorkommt
  • nur bei diesem Paar der lange Vokal weiter hinten im Mund ausgesprochen wird als der kurze
  • diese beiden Vokale nicht durch den gleichen Buchstaben dargestellt werden.

Eine Ungereimtheit ist, dass sich bei dem Paar [a/aː] nur die Quantität ändert, nicht aber die Qualität.

Wir wollen nun die Tabelle so erweitern, dass ersichtlich wird, welcher Vokal welchem als grammatischer Umlaut dient:

Grundlaut Umlaut
IPA Beispiel IPA Beispiel
a Mann ɛ Männer
Kahn ɛː Kähne
ɛ wenn
wen
ɪ Minne
Miene
ɔ Schopf œ Schöpfe
Stoß øː Stöße
œ Hölle
øː Höhle
ʊ Nuss ʏ Nüsse
Gruß Grüße
ʏ wüsste
Wüste
ə Ge-
ɛː -rät

Es finden sich also folgende Laut/Umlaut-Paare:

a/ɛ
aː/ɛː
ɔ/œ
oː/øː
ʊ/ʏ
uː/yː

Noch vier Vokale sind also übriggeblieben: [eː, ɪ, iː, ə].

Wir stellen nun fest, dass die artikulatorische Unterscheidung zw. Grundlaut und Umlaut jeweils nur in einem Vorschieben der Zunge besteht.

Nun machen wir uns bewusst, dass sich unter den übriggebliebenen Buchstaben das [ɪ] und das [iː] auf genau die gleiche Weise unterscheiden.

Und jetzt nehmen wir uns die Freiheit, das Konzept des Umlauts so zu erweitern, dass wir jeden Vokal, der durch Vorschieben der Zunge aus einem Grundvokal entsteht, als Umlaut bezeichnen, unabhängig von grammatischen Zusammenhängen. Mit diesem Konzept können wir alle Vokale des Standarddeutschen mit Ausnahme des Schwa in eine Reihe von Laut/Umlaut-Paaren eingliedern: (Hierbei beachten wir nur die Qualität, nicht die Quantität.)

a(ː)/ɛ(ː)
ɛ(ː)/eː
ɪ/iː
ɔ/œ
oː/øː
ʊ/ʏ
uː/yː

Wie man sieht, befindet sich das [ɛ] sowohl auf Grundlaut- wie auch auf Umlautseite. Das ist die Ursache dafür, dass es bei diesem Laut verstärkt zu Homophonen kommt.

Nun ist die Frage, ob man das System noch weiter vereinfachen oder zusammenfassen kann. Dazu muss man wissen, dass die kurzen und langen Vokale sich streng phonetisch nicht nur durch ihre Quantität vom Partner unterscheiden, sondern auch durch ihre Artikulation (weiter hinten im Mund) und damit auch durch ihre Qualität. Allerdings sind diese Unterschiede so gering, dass man sie in der Lautschrift meist vernachlässigt. Sie werden ja auch nicht beim Hören wahrgenommen. Gleichwohl stehen IPA-Zeichen zur Verfügung, die die Laute genauer repräsentieren. Statt [aː] könnte man auch genauer schreiben [ɑː], statt [ɛː] das [æː]. In diesem Sinne kann man [oː] und [øː] auch einfach als Langversionen von [ʊ] und[ʏ] verstehen. Konsequenterweise sollte man dann in der Lauttabelle für das Standarddeutsche entweder [ʊ(ː)/ʏ(ː)] schreiben oder [o(ː)/ø(ː)]. Ich empfehle Ersteres, da die Tabelle dann konsequent auf Kurzvokalen beruht (wo vorhanden). Hier also die weiter zusammengefasste Tabelle:

a(ː)/ɛ(ː)
ɛ(ː)/eː
ɪ/iː
ɔ/œ
ʊ(ː)/ʏ(ː)
uː/yː

Es bleiben also sechs Grundvokale. Nun gibt es passenderweise auch sechs Vokalsymbole im lateinischen Standard-ABC: A, E, I, O, U, Y (wobei das Y aus dem griechischen Alphabet übernommen wurde). U und Y sind die lateinische bzw. griechische Version eines gemeinsamen Vorfahren. Im antiken Latein gab es zunächst statt U nur den Buchstaben V, der für die Laute [ʊ,u] und [w] stand, also dem heutigen U im Deutschen und dem W im Englischen entsprechend. Die graphische und lautliche Unterscheidung zwischen V/[v] und U/[ʊ,u] entwickelte sich erst im Mittelalter. Im Griechischen stand das Y zunächst für [u], später dann durch Lautwandel, der noch vor der klassischen altgriechischen Periode stattfand, für [y]. Im kyrillischen Alphabet steht das Y heute noch (oder wieder) für [u].

Alle Vokalsymbole wurden im Laufe der Schriftentwicklung zur Anpassung an einzelsprachliche Lautvarianten oder Ausspracheregeln mit Diakritika bedacht, darunter das Trema, dem im Deutschen graphisch die Umlautpunkte entsprechen:

Aa Ää
Ee Ëë
İi
Oo Öö
Uu Üü
Yy Ÿÿ

Diese Symbolpaare passen wunderbar auf die hier entwickelte Vokaltabelle des Standarddeutschen:

Grundlaut Umlaut
IPA ABC IPA ABC
a(ː) A ɛ(ː) Ä
ɛ(ː) E Ë
ɪ I İ
ɔ O œ Ö
ʊ(ː) U ʏ(ː) Ü
Y Ÿ

Das Y steht hier also wieder für den Laut [u]. Dies bedeutet eine Umgewöhnung in Bezug auf die heutige deutsche Schreibung/Aussprache, ist aber historisch betrachtet kein Sakrileg. Das „lange, geschlossene O/Ö“ wird wie das „kurze, offene U/Ü“ durch U/Ü dargestellt. Auch dies bedeutet eine Umgewöhnung, die aber gerade den Trick ausmacht, weil so O/Ö eindeutig für das „offene O/Ö“ steht. In der herkömmlichen Rechtschreibung dagegen kann zwischen „offenem“ und „geschlossenem O/Ö“ nur durch den Buchstabenkontext unterschieden werden (z.B. durch Konsonantenverdopplung).

Zur Aussprache des I

Wie oben beschrieben, unterscheidet man aufgrund der sprachhistorischen Entwicklung traditionell zwischen „langem, geschlossenem I“ , also [iː] und „kurzem, offenen I“, also [ɪ]. In süddeutschen Dialekten wird das letztere teilweise noch als „kurzes geschlossenes I“ [i] gesprochen.

Der Buchstabe I kommt auch in Wörtern wie Pflicht, Knick und Ding vor. Im „Selbstversuch“ habe ich jedoch festgestellt, dass in der standarddeutschen Aussprache der Vokal in Pflicht, Knick und Ding in Wahrheit ein „kurzes geschlossenes E“ ist, also [e]. Die phonologische Regel ist offenbar: Vor palatalem Konsonanten wird [ı] zu [e]. Da ich die Umlautschrift konsequenthalten will, schreibe ich darin entsprechend [ë]: Pflëxt, Knëk, Dëŋ.

Seltsamerweise sind mir in der Fachliteratur noch nie die korrekten IPA-Schreibweisen wie [Pfleçt, Knek, Deŋ] begegnet, sondern immer nur [Pflıçt, Knık, Dıŋ] (vgl. Wiktionary). Der Vokal [e] ist auch in der Standardvokaltabelle gar nicht aufgeführt. Was soll man dazu sagen, angesichts der Tatsache, dass es 1000e von studierten Phonetikern in Deutschland gibt?

Diphthonge

Die folgende Tabelle enthält die Diphthonge des Standarddeutschen:

IPA Beispiel
Haus, Haut
heiß
ɔɪ heute
ɔʏ Häute

[ɔɪ] und [ɔʏ] sind beim normalen Sprechen lautlich, d.h. akustisch praktisch nicht zu auseinanderzuhalten. Der Unterschied ist mehr theoretischer Natur, denn [ɔʏ] wird dem Umlaut von [aʊ] zugeordnet, sodass man beim hinteren Vokal des Diphthongs wieder die gleiche phonologische Regelmäßigkeit hat wie bei den monophthongen Umlauten.

Da sich auch hier gleichermaßen das Problem der Homophone zw. einem Grundlaut und einem Umlaut ergibt (heute vs. Häute), sollte man analog rechtschreiblich unterscheiden. Für die Umlautschrift bieten sich konsequenterweise folgende Schreibweisen an:

IPA Umlautschrift
au
ɔɪ
ɔʏ

Vokallängen

Die Vokallängen, auch Quantitäten genannt, sind am naheliegendsten durch Buchstabenverdopplung zu kennzeichnen (Boot, Reeder). In der amtlichen Rechtschreibung (ARS) wird jedoch nur bei einigen Wörtern so verfahren, zumeist niederdeutschen (vgl. niederländische RS). Standardmäßig wird kurzer Vokal durch anschließende Konsonantenverdopplung dargestellt (kann), langer durch anschließendes H (Kahn). Wobei eigentlich jeweils die eine der beiden Regeln die andere überflüssig macht. Es gibt zudem etliche Ausnahmeregeln und Regelausnahmen, die ich hier nicht alle diskutieren kann. Gründe für die Uneinheitlichkeit sind:

  • Die heutige ARS ist ein Flickwerk aus verschiedenen älteren Rechtschreibungen, und die Schreibweise verschiedener Wörter wurde z.T. aus diesen beibehalten (Fleet, Reet = Niederdeutsch)
  • Die Schreibweisen von Fremdwörtern wurden nicht angepasst
  • Würde man konsequent jeweils alle kurzen bzw. alle langen Vokale explizit durch einen weiteren Buchstaben kennzeichnen, bräuchte man mehr Buchstaben, als wenn man sich auch auf implizite Verfahren stützt, wie z.B. die Regel, dass betonte Vokale im Silbenauslaut im Standarddeutschen immer lang sind (wozu statt woozuu).
  • Die verschiedenen Verfahren werden ausgenutzt, um Homonyme zu vermeiden (Mann vs. man, Miene vs. Mine, Wahl vs. Wal, Boote vs. Bote)

Rational ist das nur bedingt. Homonyme lassen sich meist auch anders unterscheiden (durch Diakritika), und wenn nicht, dann gibt es trotzdem keinen Grund, wegen einiger weniger Homonyme die gesamte RS kompliziert zu halten. Und das Problem bei impliziten Verfahren ist, dass sie sich nicht auf Fremdwörter anwenden lassen und beim Lesen Wissen, Übung und Konzentration erfordern.

Ich habe deshalb versucht, für die Umlautschrift die einfachste Lösung zu finden. Die niederländische RS ist nahedran:

  • Langer Vokal wird in geschlossenen Silben durch Verdopplung gekennzeichnet (boot), in offenen Silben verzichtet man darauf (boten)
  • Bei kurzen Vokalen ist es umgekehrt: wad –> wadden
  • Plus diverse Sonderregelungen

Nachteile sind allerdings, dass es für jede Stammsilbe wegen der Flexion zwei Schreibweisen gibt, was ungünstig für die maschinelle Sprachverarbeitung ist, und dass die Vokallänge nicht auf natürliche Weise ins Auge springt.

In der Umlautschrift habe ich deshalb zunächst konsequent das Prinzip „kurzer Vokal –> 1 Symbol, langer Vokal –> zwei Symbole“ angewendet, musste aber feststellen, dass dies ein überladenes Schriftbild ergibt. Ich machte mir dann klar, dass die effizienteste Darstellung der Vokallänge ein Diakritikon ist, wie der spitze Akzent im Tschechischen und Ungarischen (Václav, Czárdás). Diese Möglichkeit fällt in der Umlautschrift leider aus, da die Umlautpunkte den Platz besetzt halten. Das Längensymbol des IPA (ː) ist leider nur in ganz wenigen Zeichensätzen realisiert, und der ähnlich aussehende Doppelpunkt kann nicht in zwei Bedeutungen parallel verwendet werden (und nicht in Dateinamen). Letztendlich bin ich auf der Suche nach einem Längensymbol beim „einfachen französischen Anführungszeichen“ gelandet: ‹A› (kan vs. K‹a›n ). Diese Darstellung ist sehr intuitiv, da lange Vokale auch im Schriftbild einen größeren Raum einnehmen, aber nicht zwei Vokalsymbole für ein einzelnes Phonem verwendet werden. Welches Symbol oder Verfahren zur Längenkennzeichnung verwendet wird, berührt allerdings nicht das Wesen der Umlautschrift.

Leider werden die Anführungszeichen durch Textverarbeitungssysteme als Worttrennzeichen interpretiert, was zu Komplikationen führt. Ich bin deshalb vorerst wieder zu der Darstellung mit Doppelsymbolen zurückgekehrt.

Schwa

Das Schwa wird in der Umlautschrift nicht durch sein IPA-Zeichen [ə], sondern durch ein Э dargestellt. Grund ist, dass das IPA-Zeichen nur in ganz wenigen Zeichensätzen realisiert ist, das Э aber in allen, die kyrillische Buchstaben enthalten.

Konsonanten

Die Umlautschrift orientiert sich bei den Konsonanten an anderen Rechtschreibungen und an IPA-Symbolen. In der Tabelle sind Schreibweisen von deutschen, lateinischen und griechischen Wörtern berücksichtigt.

IPA Umlautschrift ARS Bemerkung
b b b
ç x ch
d d d
f f, ph f,v,ph
g g g
h h h
j j j
k k k, c, ch
l l l
m m m
n n n
ŋ ŋ ng
p p p
pf pf pf
r r, rh r, rh
s s, z s, ss, ß
z z s
ʃ ŝ sch
t t, th t, th
ts c z,tz, c
ĉ tsch
v v w, v
x x ch

 

Zum Digraph CH

CH steht in der deutschen Schriftsprache im Prinzip (d.h. bei deutschen Wörtern) für zwei Laute: [ç] vor „hellen“ Vokalen wie in ich und Schicht, [x] vor „dunklen“ Vokalen wie in ach und Schacht.  Ob [ç] oder [x] zu sprechen ist, wird also durch eine phonologische Regel eindeutig bestimmt, sodass für beide Laute derselbe Buchstabe/Digraph verwendet werden kann, ohne dass es zu Ungewissheiten kommt. Diese beiden Laute gibt es im Lateinischen allerdings nicht, und folglich auch keine Buchstaben dafür im lateinischen ABC. Sie entsprechen lautlich in etwa dem griechischen Chi (Χχ), das dem lateinischen X ([ks]) aber so ähnlich sieht, dass man beide Buchstaben nicht parallel in derselben Schrift verwenden kann. In der deutschen Rechtschreibtradition hat man in lateinischen Fremdwörtern das X beibehalten, sodass man für [ç, x] nicht Chi (Χ) schreiben kann. Das CH wurde ursprünglich von den griechischen Fremdwörtern in lateinischen Texten übernommen.

In der russischen Schrift ist es genau umgekehrt: Der russische Laut [x] (nicht ganz deckungsgleich, aber ähnlich dem deutschen [x]) wird durch das griechische Chi/Χ wiedergegeben, in lateinischen Fremdwörtern schreibt man dagegen КС ([ks]) oder КЗ ([kz]), wobei das kyrillische С dem lateinischen S entspricht und man lateinisches C als К bzw. Ц schreibt. Diese Lösung folgt besser dem Prinzip „1 Laut = 1 Buchstabe“.

Deshalb wird in der Umlautschrift analog verfahren: [x] –> X. Allerdings wird hier auch das [ç] als X geschrieben, was aus den o.g. Gründen möglich ist, sodass man beim Maschineschreiben eine Taste einsparen kann. Schicht im Schacht schreibt sich in Umlautschrift also Ŝëxt ım Ŝaxt.

Bei Fremdwörtern wird in der Umlautschrift das CH in Symbole umgewandelt, die möglichst genau den Originallaut wiedergeben (Chaos –> Xaos, Chef –> Ŝef).

Fremdwörter

Fremdwörter sind die eigentliche Schwierigkeit bei einer Rechtschreibung, welche Tatsache aber aus ideologischen Gründen heutzutage von den Germanisten verleugnet wird. Das Thema hier erschöpfend zu behandeln, ist auf die Schnelle nicht möglich. Aber ich kann versichern, dass ich mir bereits reichlich Gedanken gemacht habe. Deswegen nicht erschrecken, wenn die Schreibweisen von Fremdwörtern in der Umlautschrift auf den ersten Blick seltsam erscheinen.

Anwendungen der Umlautschrift

Hat die Umlautschrift überhaupt einen praktischen Wert? Ob man sich auf Dauer an das Schriftbild gewöhnen kann, vermag ich nicht vorherzusagen. Ich sehe aber folgende Anwendungen:

  • Als Lernschrift und Lautschrift für Nichtmuttersprachler des Deutschen
  • Als Ersatzschrift für die maschinelle Sprachdatenverarbeitung, besonders für die automatische Spracherkennung/Vokalisierung
  • Als Hilfsschrift für Lese-/Rechtschreibschwache
  • Als Inspirationsquelle für weitere Versuche

***

Zu guter Letzt ein Textauszug in Umlautschrift:

Ëx nenэ maınэ zelbstgэmaxtэ RŜR dii Umlautŝrıft. Diis ıst aın Kunstvort aus Umlaut und Lautŝrıft. Es handэlt zëx hiirbaı näämlëx um aınэ Rextŝraıbuŋ, dii nëxt nyyr aınэr Lautŝrıft müüglëxst naaэkomt, zondэrn aux dii Logik dэs Umlautsÿsteems deer ŝtandarddoıĉэn Vokaalэ auf dii Vokaalsÿmbolэ anvendэt. Auf diizэ Vaızэ gэlëŋt es, alэ Vokaalphooneemэ dэs Ŝtandarddoıĉэn durx bэraıts fuurhandэnэ Aıncэlcaıxэn daarcyyŝtelэn. (In deer heerkömlëxэn RŜ daagëëgэn zınd meerэrэ Vokaalэ nyyr ım Cyyzamэnhaŋ mıt dëëm Byyxŝtaabэnkontekst daarŝtelbaar.) Alэrdëŋs haabэ ëx daabaı etvas gëëgэn dii ÿÿblëxэ IPA-Reprääsentacjuun deer doıĉэn Vokaalэ gэkect.

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